„Die Bordelumer Rotte“ - die Schwärmer des kühlen Nordens

 

Es war eine wunderbar erregte Zeit 

1739 - ganz Nordfriesland lag in Ruhe und Frieden. Ganz Nordfriesland? Nicht ganz Nordfriesland! Ein kleines Dorf nahe Bredstedt war in Aufruhr versetzt und von dort aus wiederum versetzten christliche Sektierer und Schwärmer die Umgebung in Aufruhr. Was war geschehen? 

 

Angesteckt durch Ideen des Pietismus, einer protestantischen Frömmigkeitsrichtung, waren Prediger in Nordfriesland unterwegs. Dazu gehörten auch Männer wie:

Franziskus Markus Barsenius, Pastorensohn und abgebrochener Theologiestudent

Peter Lorenzen, ebenfalls Pastorenkind und, wie berichtet wird, "ziemlich exaltiert" 

David Bähr, ehemals Hauslehrer in Bredstedt und - wie auch berichtet wird - "von unerhörtem Leichtsinn und immenser Lasterhaftigkeit". 

Sie können sich denken: solche Männer schreiben Geschichte!

„Wenn man Gottes ist, so braucht man sich an nichts zu binden!“

Mit solchen Worten und dem Gefühl einer wunderbaren Leichtigkeit machte sich die Rotte in Nordfriesland bemerkbar. Bordelum und Dörpum, aber auch das nahe Bargum sind Zentren der Bewegung gewesen.

 

1739 erzählten einer kirchlichen Kommission das zu den Sektierern gehörende Ehepaar Johann und Maria Petersen:

„Wir gehen nicht mehr zur Kirche, weil sie zu wüst ist. Unsere Versammlungen hingegen bestehen aus lauter Heiligen. Wer den Glauben hat, der hat keine Sünde. Im übrigen ist die Frau nicht an den Mann gebunden und die Güter sind allen gemeinsam.“

Einzelne Weiber verließen ihre Männer und in den, unter freiem Himmel abgehaltenen Versammlungen, fanden oft Szenen statt, welche Anstoß und Ärgernis erregten. 

- so berichtet es die erste Bordelumer Chronik des Pastors Lorenz Haustedt aus dem Jahre 1899. Näheres verschweigt uns der fromme Mann allerdings. Leider!

 

Die Anhänger der Bewegung enthielten sich des öffentlichen Gottesdienstes, gingen nicht zum Abendmahl, die Taufe missachteten sie. Die allgemeine Sonntagsruhe - damals noch, ganz anders als heute (!), ein geschätztes Gut - brachen die Anhänger durch Arbeit. Offenbarungen Gottes in jedem einzelnen spielten eine große Rolle. Durch solche Offenbarungen und einen inneren "Trieb", von dem sie sprachen, erhoben sie sich auch über die anderen Bürger und alle weltliche Obrigkeit. Pikant war auch das Partnerschaftsverhalten der "Sektierer": Die Ehe hielten sie für aufgelöst, wenn der Partner sich nicht ebenfalls der neuen Richtung anschloss.

 

Manche lebten in wilder Ehe beisammen, es konnte "Gemeinschaft der Weiber und auch der Güter stattfinden". David Bähr, der Hauptführer der Bewegung in Bordelum, war, was das neue Partnerschaftsverhalten anging, den anderen ein echtes Vorbild: Er lebte im "Konkubinat" zusammen mit einer gewissen Lucia Lorenzen, später lebte bei ihm auch noch eine "andere Frauensperson", die Antje Jessen hieß. Auf der Flucht befand er sich in Begleitung einer Frau namens Uska Pauls.

Die Unterdrückung und Ausrottung dieser Bordelumer Rotte war aber langwierig 

- so schreibt der erwähnte Chronist. Mit dem Mittel zahlreicher Gerichtsverfahren hat sich die Obrigkeit gegen die "Rotte" zur Wehr gesetzt. Immerhin soll es geringe Spuren der Sekte noch im 19. Jahrhundert in Dörpum gegeben haben. Der Anführer der "Rotte", David Bähr, flüchtete in Begleitung verschiedener Frauen hierhin und dorthin, und wurde schließlich in Glückstadt ins Zuchthaus geworfen. Dort zeigte er sich ohne Reue und seine Haft wurde verschärft. Seiner zerrütteten Gesundheit wegen wurde Bähr 1743 aus dem Gefängnis entlassen und fand in Bredstedt bei einem Arzt Zuflucht - "in einem sowohl dem Leibe als der Seelen nach höchst erbärmlichen Zustand", wie der Chronist weiß.

 

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