Pädagogik

 

 

 

 

Die Natur will,

dass Kinder Kinder sind,

bevor sie zum Erwachsenen werden.

 

Jean-Jacques Rousseau

 

 

 

 

Naturpädagogik bedeutet das direkte Erleben, Experimentieren und Beobachten in der freien Natur. Alle Sinne sowie Gleichgewicht und Bewegung werden dort geschult.

 

Das Lernen im frühen Kindesalter erfolgt in erster Linie über Wahrnehmung und Bewegung. Der Bewegungsdrang der Kinder kann sich in der Natur ausleben, da keine äußerlichen Grenzen wie Zimmerwände vorhanden sind. Der Wald und unsere anderen Ausflugsziele bieten von Natur aus eine immer neue Umgebung und immer neue natürliche Reize an.

 

Die Kinder werden zu phantasievollem, kreativem Spiel motiviert. Ein Ast kann heute eine Säge und morgen ein Pferd sein. Während Pflanzen und Tiere, sowie Kreisläufe der Natur beobachtet und kennengelernt werden können, wird täglich ein wertschätzender Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen geübt.

 

Die eigene Rolle im Einklang mit einem achtsamen Umgang mit Natur und Tier zu erfahren, fördert Kompetenzen im Sozialverhalten und fördert das Einfühlungsvermögen. Bei vereinbarten Regeln werden spielerisch Möglichkeiten zur Lösung von Konflikten geübt. Im natürlichen Lebensraum erfahren die Kinder den Umgang mit eigenen Grenzen und lernen dabei voneinander und miteinander. Die Verwendung von beispielsweise echtem Werkzeug stärkt ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Hilfsbereitschaft und Kooperation werden spielerisch erlernt und fördern gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt auch Tieren und Pflanzen gegenüber.

 

Sprache entwickelt sich im Zusammenhang von Motorik und Bewegung besser. Dabei begünstigt die Natur diese Entwicklung, da sich hier ganz von allein Themen zum sprachlichen Austausch ergeben, zum Beispiel über Tiere, Pflanzen, Geräusche oder Jahreszeiten. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

 

Sicherheit in der Grobmotorik ist Voraussetzung für feinmotorische Fähigkeiten. Beide Aspekte werden in der Natur geübt, wie zum Beispiel beim Schleppen eines Baumstammes oder beim sortieren von Tannennadeln.

 

Ganz nebenbei entwickeln sich Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit. Der Weg zum Wald und in die Natur wird mit der Zeit als immer kürzer empfunden. Das Spiel in der Natur gestaltet sich nach und nach intensiver, phantasievoller und kreativer.

 

 

In der Natur lernen die Kinder, dass ihr Handeln und ihr Dasein bedeutsam ist. 

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